Reisebüro Schuhmacher - ein Unternehmen mit Familientradition
Bekannt ist der "Schuhmacher-Bus" sicherlich jedem Einwohner von Pforzheim. Allerdings wohl weniger wegen seiner Städte- und Mehrtagesreisen, sondern mehr als pendelnder Linienbus zwischen Pforzheim und den Einwohnern aus dem "Biet", wie die Anwohner Hohenwarts, Neuhausens und Schellbronns von den Städtern mit einem Unterton von Ironie genannt werden. Die Dörfler ärgern sich über die Unpünktlichkeit der Busse, die Schneeverhältnisse im Winter und die mangelnde Freundlichkeit der Fahrer, die nicht selten meinen, ihre Macht, die sie in ihrer Position besitzen, an den Fahrgästen auslassen zu müssen. Da wird dem "Kunden" einfach mal die Tür vor der Nase zugemacht, wenn er nicht schnell genug mit dem Aussteigen ist, patzige Antworten oder Kommentare sind sowieso an der Tagesordnung und es kommt auch schon vor, dass der Fahrgast einfach mal an der Haltestelle "vergessen" wird, weil er es wagte, nicht die ungeschriebenen Regeln zu befolgen und an der hinteren Tür des Busses einsteigen wollte.
Trotzdem - der Schuhmacher-Bus ist irgendwie Kult und jeder hat seine eigene Geschichte dazu zu erzählen.
Seit 1934 existiert das Familienunternehmen schon. Die Idee dazu entstand, weil Hermann Schuhmacher senior auf seinem Weg in die Stadt öfter Passanten auf seinem Lieferwagen mitnahm. So beschloss er sich einen 18-Sitzer Opel-Blitz zu kaufen und gründete darauf basierend 1934 seinen Omnibusbetrieb.
Einige Schicksalsschläge trafen das Unternehmen, das heute in der Hand von Hermann Schuhmacher junior liegt und stolze 13 Reisebusse besitzt und ein Reisebüro in Pforzheim betreibt. Die ganze Familie arbeitet tatkräftig in der Verwaltung und der Organisation mit und so wird das Unternehmen auch in Zukunft fest in der Hand der Familie bleiben.